Palm Mania

Nachrichten zu Palm Pre, WebOS & Co.

Archiv für September 2009

Palms erstes Palm Pre-Quartal: Steigende Verluste

Palms erstes Quartal, das wesentlich die Verkaufszahlen des Pre beinhaltet, ist abgeschlossen, und das Ergebnis ist gemischt. Palm berichtet von einem Gewinn von 2,8 Millionen Dollar bei 68 Millionen Dollar Umsatz, was einem Umsatzrückgang um 80% entspricht. Da die Umsätze des Pre aber nicht sofort, sondern (wie beim iPhone) über die gesamte Produktlaufzeit als “Abonnement” verbucht werden, sind die inoffiziellen Zahlen (non-GAAP) deutlich besser ausgefallen: Hier macht Palm 100 Millionen Dollar Gewinn auf 360 Millionen Dollar Umsatz.

Verkaufszahlen

Palm hat leider nicht bekannt gegeben, wie viele Pres verkauft wurden, nur die Zahl aller verkauften Smartphones insgesamt, 823.000 Stück, wurde bekannt gegeben, mit dem wenig aussagenden Hinweis, dass die große Mehrheit der Smartphones Palm Pres waren.

Mit Zubehör, wie dem Touchstone, hat Palm dagegen fast nichts verdient.

Ausblick in die Zukunft

Palm dürfte mit den Zahlen nicht wirklich zufrieden sein, wenn diese aber langfristig gehalten oder gar gesteigert werden können (was durch das Weihnachtsquartal und den Start des Palm Pixi zu erwarten ist), sieht die Zukunft für das gebeutelte Unternehmen plötzlich wieder rosiger aus.

Vorläufig ist das aber noch nicht der Fall, für das Weihnachtsquartal sagt Palm einen weiteren Umsatzrückgang voraus.

Palm hat außerdem erwartungsgemäß mitgeteilt, dass es in Zukunft keine Windows Mobile-Smartphones mehr entwickeln wird. Wozu auch, wenn man eine um Welten bessere Software-Plattform besitzt.

via CNET, Engadget

Geschrieben von Sebastian

17. September 2009 um 10:56 pm Uhr

Änderungen in Palm Pre-Verarbeitung

Palm hat zwei Monate nach Veröffentlichung des Palm Pre ohne großen Medienzirkus mehrere Verarbeitungs-Verbesserungen an den Start geschickt. Da es keine Informationen von Palm zu den Neuerungen gibt, hat PreThinking 20 Pres, die in den letzten 15 Tagen gekauft wurden, untersucht.

Folgende (sporadische) Probleme hat Palm scheinbar behoben:

  • Spinnen-artige Sprünge im Display
  • Gerät-Reset beim schwungvollen Schließen der Tastatur
  • Wackelnde Hardware-Hälften (Display & Tastatur)

Logisch, dass Palm darüber nicht gerne redet. Wer gibt schon gerne zu, dass solche Probleme überhaupt existiert haben?

Weitere Veränderungen sind folgende:

  • Neuer Akku, obwohl sie gleich groß (1150mAh) sind
  • Der Center-Button unter dem Bildschirm glänzt nicht mehr, sondern schaut silbrig aus
  • Auf der mitglieferten Schutztasche ist das Palm-Logo eingeblendet

Detaillierte Informationen gibts auf PreThinking.com

Geschrieben von Sebastian

13. September 2009 um 7:47 pm Uhr

iTunes 9 stoppt Palm Pre-Synchronisierung (wieder)

Im (fast schon) ewigen Konflikt zwischen Palm und Apple, der damit begann, dass Palm gerne die iTunes-Bibliothek mit dem Palm Pre synchronisieren wollte und iTunes einfach vorgaukelte, das Pre sei ein iPhone, geht in die nächste Runde. Nachdem Palm in der ersten Palm Pre-Version die Synchronisierungs-Funktion aktivierte und Apple dem einen Riegel vorgeschoben hat, wird mit iTunes 9 die Synchronisierung wieder gestoppt.

Palm wird sicher demnächst mit einer neuen WebOS-Version aufwarten, die diese neue Hürde wieder umgeht.

Spannend zu wissen wäre, ob bzw. wann dieser Konflikt in einen offenen (Rechts-)Krieg ausartet oder ob das amerikanischen Monopol-Behörden langsam auf Apple und beginnen, etwas gegen die iPod/iPhone-iTunes-Verknüpfung zu tun, durch die Apple den Online-Musikmarkt dominiert und mittlerweile sogar zum größten Musikhändler überhaupt (auch verglichen mit den “Offline”-Ketten) wurde.

Geschrieben von Sebastian

10. September 2009 um 8:42 pm Uhr

Palm Pixi (ehemals Eos) kommt zu Weihnachten

Die Gerüchte und Bilder zum Palm Pixi sind zuerst vor einigen Monaten aufgetaucht, unter den Namen “Eos” und “Pixie”. Mir kam zweiteres als kindischer Name vor, ich bin daher davon ausgegangen, dass der Produktname eher “Eos” sein würde. Denkste: Pixi (ohne langem “ie”) ist hier, bzw. wird es zu Weihnachten sein. Wenigstens in den USA.

Palm Pixi

Unterschiede & Preis

Das Pixi ist, im Gegensatz zum Palm Pre, im “Candybar”-Design gehalten, also ohne aufklappen, rausschieben oder andere Möglichkeiten, das Gerät “aufzumachen”. Um für eine Tastatur Platz zu machen, wurde der Bildschirm um 80 Pixel auf 400 Pixel Höhe verkleinert. Außerdem hat Palm auf WLAN verzichtet. GPS und das Palm WebOS bleiben aber dabei und werden nicht gestrichen, grundsätzliche Einschränkungen der WebOS-Umgebung dürfte es also nicht geben. Eine SD-Speicherkarte ist im Preis inklusive.

Der Unterschied in der Bildschirmgröße ist ein Problem für Entwickler/innen von Anwendungen, die auf eine bestimmte Bildschirmgröße optimiert sind, wie viele Spiele. Sie müssen zusätzlichen Aufwand in die Anwendungen investieren – etwas, das sie nur dann gerne tun werden, wenn ihre Anwendungen entsprechend viel verwendet/verkauft werden.
Dieser Abstrich ist definitiv problematisch.

In den USA wird das Pixi nur um 50 Dollar billiger sein und um 150 Dollar über den Ladentisch gehen. Es ist bisher nicht bekannt, ob es noch andere Vergünstigungen im Vergleich zum Pre gibt, zum Beispiel günstigere Grundgebühren, etc.

Verfügbarkeit

Palm hat angekündigt, dass das Pixi, wie auch das Palm Pre, von Sprint verkauft werden wird. Der Telekom-Konzern, wird mit dem Pixi in der Weihnachtssaison starten.

Ob die Verfügbarkeit bei Sprint bedeutet, dass in anderen Ländern der Welt ebenfalls die Pre-Launch-Partner mit dem Pixi zum Zug kommen, hat Palm nicht bestätigt. (Zur Erinnerung: In Europa ist bisher nur die Telefónica-Gruppe (inkl. dem deutschen O2-Netz) als Palm Pre-Partner vorgestellt worden, die in Österreich und der Schweiz nicht aktiv ist.)

Falls Palm bis Weihnachten die Produktionskapazitäten verbessert hat, gibt es aber die Chance, dass Palm tatsächlich weitweit starten kann, anstatt nur in den USA.

Fazit

Mit dem Pixi hat Palm eine halbe Lösung geboten. Es ist vermutlich die schon früh angekündigte Weiterentwicklung des populären Billig-Smartphones “Centro”, nur eigentlich nicht billig genug, um den gleichen Erfolg haben zu können. Die 50 Dollar mehr für den Palm Pre werden für die meisten Leute auch schon egal sein – außer, Palm kann Sprint zu einem günstigeren Vertrag überreden. Gleichzeitig ist es ohne WLAN und mit dem kleineren Bildschirm keine Weiter

Für Leute, denen das Palm Pre nicht gefällt, die ein Smartphone im Candybar-Design bevorzugen, wird das Pixi trotzdem eine gute Alternative darstellen.

Ich bezweifle aber, dass das Pixi ein würdiger Nachfolger des Centro ist.

Geschrieben von Sebastian

10. September 2009 um 11:49 am Uhr

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