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Mojo Application Framework

Palm hat neben der vielbeachteten Ankündigung des Palm Prē und des Palm WebOS für die Entwickler/innen, dem Rückgrad des neuen Betriebssystems, das Palm Mojo Application Framework und das Palm Mojo SDK kurz vorgestellt. Wie beim Palm Prē sind noch nicht viele Informationen verfügbar, wir haben alle verfügbaren Informationen in diesem Artikel zusammengefasst.

HTML5, CSS, Javascript

Die meistbeachtete Eigenschaft des Palm Mojo Application Frameworks ist die Tatsache, dass es wesentlich auf HTML5, CSS und JavaScript basiert. Das ist eine intelligente Entscheidung, da Palm hier auf einen riesigen Gruppe potentieller Entwickler/innen zurückgreifen kann, die keine neuen Fähigkeiten dafür erwerben müssen.

Wichtig ist dabei HTML5, also nicht das heute verbreiteten HTML4 oder XHTML. HTML5 wird seit 2004 von der WHATWG und später dem W3C entwickelt und ist eine Weiterentwicklung von HTML, an der das W3C zur Zeit arbeitet. Es beinhaltet einige neue Tags und Eigenschaften. So soll in HTML5 jedes Element verlinkt werden können, zum Beispiel ein Aufzählungselement mit <li href=”http://link.com/”>text</li>. Ein neuer Tag ist zum Beispiel der <video>-Tag, der auch im Firefox 3.1 verfügbar sein wird.
Bisher ist nicht klar, warum genau HTML5 (und nicht etwa XHTML oder HTML4) eingesetzt werden soll.

JavaScript und CSS werden beim Mojo Application Framework zum Programmieren und Designen der Anwendungen verwendet. JavaScript bedeutet leider, dass die Entwicklung von komplexen Anwendungen wie Spielen schwierig wird, Pandora-CTO Tom Conrad (Pandora arbeitet seit Herbst 2008 mit einer Vorversion des Mojo Application Framework) hat das in einem Interview mit PalmInfocenter bestätigt.

Dass das Mojo Application Framework auf Web-Technologien basiert, bedeutet allerdings nicht, dass am Palm WebOS nur Web-Anwendungen laufen. WebOS-Programme werden Zugriff auf Gerätefunktionen wie Touch-Gesten, Benachrichtigungen, lokalen Speicher, Kalender, Kontakte, GPS-Location, etc. haben und komplexe User Interface-Anwendungen ermöglichen.

Insgesamt klingt das ähnlich wie die Mozilla Plattform. Firefox basiert bekanntlich auch auf JavaScript und CSS, das Interface selbst ist XML-basiert. So wie Mozilla daran arbeitet, Python als zweite Programmiersprache für die Mozilla Plattform zu ermöglichen, könnte aber auch Palm das Mojo Application Framework um eine mächtigere Programmiersprache erweitern. Der Linux-Kernel, auf dem WebOS basiert, ermöglicht das auf jeden Fall.

Palm OS

Eine Frage, die sich viele Palm OS-Entwickler stellen ist, ob und wie bestehende Programme auf WebOS konvertiert werden können. Palm hat dazu bisher keine genauen Informationen bekannt gegeben. Palms Entwickler-Seite spricht davon, dass es die Möglichkeit geben wird, PDB-Daten (PDB = PalmDataBase) zu konvertieren. Die alten Programme werden vermutlich nicht auf WebOS laufen – einerseits gibt es dazu keine Ankündigung, andererseits macht es keinen Sinn, da sie das User Interface des neuen Betriebssystems nicht nützen.

Durch die freie Natur des Linux-Kernels könnte allerdings ein Kompatibilitäts-Programm ermöglichen. StyleTap hat bereits angekündigt, an einer solchen Anwendung arbeiten zu wollen.

Palm Mojo SDK

Weiters wird Palm für Entwickler/innen eine auf Eclipse basierende IDE zur Verfügung stellen, selbstverständlich können auch andere Programme verwendet werden. Die IDE befindet sich zur Zeit in einer privaten Testphase mit ausgewählten Unternehmen, demnächst wird sie auf der Entwicklerseite zum kostenlosen Download angeboten werden.

Palm App Catalog

Zu erwarten war auch ein App Store nach Vorbild des iPhones, bei Palm wird er “App Catalog” heißen. Es wird erwartet, dass damit Anwendungen online gekauft werden können und er weitgehend wie der Apples App Store funktionieren wird. Das genaue Featureset scheint aber noch nicht festzustehen, Palm fragt nämlich im Developer Blog um Hilfe.

Geschrieben von Sebastian

19. Januar 2009 um 11:59 pm Uhr

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