Palm Mania

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Palm Pre – Erste Mini-Review!

Als Österreicher ist es für mich etwas schwieriger gewesen, mein eigenes Palm Pre in Händen halten zu können. Gestern war es dank eines deutschen Online-Shops endlich so weit. Zu Mittag ist das Pre angekommen, am Nachmittag hab ich es konfiguriert, verschiedene Anwendungen installiert und die Verwendung mit österreichischen SIM-Karten ausprobiert. (Dazu kommt noch ein eigener Artikel.)

Das Pre, das auch in der entsperrten, Vertrags-freien Version mit einer O2-Hülle geliefert wird (wir erinnern uns: O2 darf in Deutschland das Palm Pre verkaufen), ist meinen (hohen) Erwartungen bisher gerecht geworden.
Hier sind meine ersten Eindrücke:

Gehäuse-Qualität/Fingerabdrücke

Das Pre liegt sehr, sehr gut in der Hand. Es ist dicker als das iPhone, fühlt sich aber nicht klobig an. Hier haben die Hardware-Designer/innen bei Palm wirklich gute Arbeit geleistet.

In vielen Reviews wurde die Qualität des Gehäuses kritisiert, das angeblich billig aussieht, weil es aus Plastik ist und glänzt. Diesen Eindruck kann ich nicht teilen.

Was stimmt ist, dass das Pre für Fingerabdrücke sehr anfällig ist. Das ist leider bei anderen Touchscreen-Geräten nicht anders. Der iPod touch meines Bruders weder auf seiner Metall-Rückseite noch auf dem Display weniger Fingerabdrücke als das Pre. Ich konnte allerdings noch nicht mit einem neuen, angeblich Fingerabdruckabweisenden iPhone 3GS gespielt.
Wer das Pre im Alltag verwendet, wird bemerken, dass die mitgelieferte Stofftasche der beste Weg ist, um die Fingerabdrücke los zu werden, da der Stoff optimal zum Abwischen geeignet ist und das Pre somit jedes Mal, wenn es in die Tasche geschoben wird, abgewischt wird.

Bildschirm

Im direkten Vergleich mit dem iPod touch, beide Geräte liegen gerade nebeneinander, fällt auf, dass der Bildschirm des Pre im ausgeschaltenen Zustand kaum erkennbar ist, weil er so schwarz wie das Gehäuse ist, während beim iPod touch der Bildschirm sehr deutlich erkennbar ist. Wenn eingeschalten, sieht man, dass das Pre ein schwärzeres Schwarz erreicht.
Das fällt aber nur im direkten Vergleich auf, ist also kein besonderes großes Argument für das Pre.

Ansonsten ist der Bildschirm toll, die Farben sind sehr gut. Mit Multi Touch-Gesten kommt er bestens klar, hier ist kein offensichtlicher Mangel erkennbar.

Tastatur

Die Tastatur ist im Vergleich zu meinem alten Palm Treo 750 sehr viel platzsparender, weil die Tasten flacher sind. Die Treo 750-Tasten sind ziemlich dick und abgerundet, was sie selbst für Leute mit großen/dicken Händen sehr leicht zu bedienen macht. Dafür sind sie nicht sehr schön. Beim Pre wurde hier eine schönere, aber für manche Leute schlechte Lösung gefunden.

Ich komme mit meinen durchschnittlich großen Händen mit der Pre-Tastatur allerdings bestens klar. Für die meisten Leute sollte die Pre-Tastatur kein Problem sein. Im Zweifel ist es am besten, ein Pre in einem O2-Shop oder bei Freund/innen auszutesten.

WebOS

Sobald man das Pre einschaltet, merkt man, dass es sich zwar vom iPhone OS inspirieren hat lassen, aber eindeutig keine Kopie ist. Das erkennt man vor allem an der Tatsache, dass das Pre mehrere Anwendungen parallel laufen lässt. Um das im User Interface auf eine sinnvolle Art und Weise umzusetzen, gibt es auf dem Desktop nicht eine Sammlung an Programm-Icons (wie im iPhone OS), sondern eine Übersicht über die geöffneten Programme. Die werden als “Cards” nebeneinander angezeigt, nur eine Leiste am Boden mit den Standard-Anwendungen (Telefon, E-Mail, Kontakte, Kalender, Programmmenü) ist dabei sichtbar. Das Programmmenü funktioniert in etwa wie beim Android OS.

Allgemein merkt man, wie viel Arbeit Palm in kleine Details investiert hat. Hier steckt sehr viel Zeit drin – etwas, das mich sehr an Apple erinnert. Kein Wunder, denn der Palm Pre-Chefentwickler (und mittlerweile CEO von Palm), Jon Rubinstein, hat für Apple die iPod-Entwicklung geleitet.

Fotos des Zubehörs

Palm Pre - Verpackung

Palm Pre - Zubehör

Fotografiert man das Palm Pre und richtet den Blitz direkt neben das Gerät, sieht man Raster mit leuchtenden Punkten am Display. Davon sieht man normalerweise nichts – nicht schrecken also!

Geschrieben von Sebastian

22. Oktober 2009 um 12:36 pm Uhr

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12 Kommentare

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  1. Danke für Deinen Bericht! Meines hole ich Morgen ab und ich bin schon sehr gespannt.

    Dirk Deimeke

    22 Okt 09 at 13:23 Uhr

  2. Schreibst du auch einen Bericht?

    Sebastian

    22 Okt 09 at 13:36 Uhr

  3. Dank dir auch für den Artikel! Meines ist auf Weg nach Österreich. Freu mich wie ein kleines Kind!

    Alex Hager

    22 Okt 09 at 14:35 Uhr

  4. Ja, klar.

    Dein Kommentarfeed ist ziemlich versteckt (ich meine den allgemeinen, nicht den für den Beitrag).

    Dirk Deimeke

    22 Okt 09 at 14:35 Uhr

  5. Hallo!

    Kann mir irgendjemand sagen ab wann das Palm Pre in Österreich mit und ohne Vertrag zu erhalten sein wird?

    Karl-Heinz

    1 Nov 09 at 19:04 Uhr

  6. Es gibt noch keine Informationen, wann es *mit* Vertrag zu haben sein wird. Ohne Vertrag kann man es aus Deutschland importieren, da gibts einige Online-Shops, die es verkaufen.

    Sebastian

    1 Nov 09 at 19:53 Uhr

  7. Hello!

    Mein Centro macht in letzter Zeit Probleme (nach nur 1,5 Jahren). Jetzt überlege ich auf den Pre umzusteigen, aber

    1) Ich habe noch keinen Testbericht für die Synchronisation mit Exchange gelesen. Wie sieht es damit aus? Oder funktioniert es einfach und muss nicht weiter diskutiert werden.

    2) Gibt es außer bei O2 um EUR 481 den Palm noch irgendwo?

    liebe Grüße
    Matthias

    Matthias

    11 Nov 09 at 13:29 Uhr

  8. Hallo Matthias!

    zu 1) Ich kann die Synchronisierung zwischen Palm Pre und Exchange mangels Exchange-Account selbst nicht testen. Das Pre soll aber grundsätzlich dazu in der Lage sein.

    zu 2) Das muss ich korrigieren: Das Pre kostet ca. 480 Euro, wenn man es ohne Vertrag und SIM-Lock kauft. Von O2 wird es mit Vertrag natürlich auch günstiger verkauft.
    Bei anderen Mobilfunkern im deutschsprachigen Bereich ist es noch nicht mit Vertrag zu bekommen.

    liebe Grüße,
    Sebastian

    Sebastian

    11 Nov 09 at 13:33 Uhr

  9. Hallo Sebastian,
    danke für die super schnelle Antwort. Aber bei o2online.de kostet der/das Pre EUR 20 zuzüglich Paket – Bindungsfrist 24 Monate, Anzahlung EUR 1…
    bei Amazon.de kostet der/das Pre EUR 464 (mit O2 Branding, ohne SimLock)

    :) Matthias

    Matthias

    11 Nov 09 at 15:58 Uhr

  10. hallo!
    bin seit vielen jahren zufriedener palm nutzer, jetzt kommt mein treo in die jahre u ich liebäugle stark mit dem pre- hat jemand von euch erfahrung mit “alten”palm programmen unter der zusatzsoftware auf dem pre? funktioniert das wirklich? danke, dieter

    dieter

    2 Dez 09 at 12:18 Uhr

  11. Ich hab damit keine Erfahrung, leider. Ich habe dazu allgemein noch kaum Berichte gesehen.
    Grundsätzlich sehe ich aber ein Problem mit der Bedienung, da das Palm Pre einen kapazitiven Display verwendet, während die alten Palm-Smartphones resistive Displays verwendet haben (wo der Bildschirm auf einen Druck tatsächlich ein bisschen nachgibt), um die Stylus-Bedienung zu ermöglichen.
    Das klingt nach nicht viel Unterschied, ich habe mir aber erklären lassen, dass hier tatsächlich sehr große Unterschiede sind und die Bedienung dieser Stylus-optimierten Anwendungen mit den Fingern ungleich schwerer ist.

    Wenn es sich nicht um Spezial-Anwendungen handelt, kannst du versuchen, ohne die jeweiligen Anwendungen ein Auskommen zu finden – das ist definitiv die bessere Lösung. ;)

    Sebastian

    2 Dez 09 at 12:23 Uhr

  12. danke für die superschnelle antwort.

    dieter

    2 Dez 09 at 12:28 Uhr

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